iCycle

Rückgewinnung von Metallen und Energie aus Rückständen der Elektroschrottaufbereitung

 
 
© Fraunhofer UMSICHT
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Elektro- und Elektronikaltgeräte (EAG) sind der am schnellsten wachsende Abfallstrom weltweit, aktuell werden aber nur rund 20 Prozent aufbereitet. Hauptgrund ist eine unzureichende Erfassung, doch selbst bei einem gut funktionierenden Recycling gibt es Grenzen der Wertstoffrückgewinnung aus Altgeräten. Gründe für die unvollständige Separation und Sortierung sind vor allem verklebte, miniaturisierte oder auf ähnliche Weise nicht beziehungsweise schlecht trennbare Materialien. Außerdem verhindert der hohe Kunststoffgehalt den vermehrten Einsatz dieser Shredderrückstände direkt in integrierten Kupferhütten, was die Rückgewinnung von bis zu 17 Metallen ermöglichen, darunter Kupfer, Gold, Silber und Platingruppenmetalle, ermöglichen würde.

Im Vorgängerprojekt „gagendta+“ hat das Fraunhofer UMSICHT den iCycle-Prozess bis zum Prototyp entwickelt. Dieser ermöglicht eine Rückgewinnung von Metallen aus heterogenen und kunststoffreichen Abfallströmen wie Elektroschrott: Das auf einer Pyrolyse basierende Verfahren zersetzt die in Shredderrückständen vorhandenen Kunststoffe so, dass die enthaltenen Metalle schonend aufkonzentriert werden. Das Konzentrat wird dann zur Rückgewinnung der Metalle in integrierten Kupferhütten eingesetzt. Als Nebenprodukte entstehen Öl und Gas, die als Energieträger oder Grundstoffe für die chemische Industrie weiterverarbeitet werden können.

Ziel des Projekts „iCycle“ ist, den Prozess auf einen Maßstab zu vergrößern, der eine breite industrielle Anwendung erlaubt. Zunächst optimiert das Fraunhofer UMSICHT den Prozess, um beispielsweise die Produktausbeuten und ‑qualitäten weiter zu steigern. Parallel erarbeiten die Firmen Becklönne Maschinenbau und RSL Recycling Solutions Lippetal das Engineering und Up-Scaling des geplanten Demonstrators und der dazugehörigen Peripherie. Nach erfolgreicher Installation und Inbetriebnahme des Demonstrators wird das Verfahren bewertet und weiter optimiert.

Kontakt

Dr. Peter Hense
RSL Recycling Solutions Lippetal GmbH
Schoneberger Str. 8
59510 Lippetal
Tel.: +49 2923 516-8778
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Projektteam

  • Becklönne Maschinenbau GmbH & Co. KG
  • Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT – Institutsteil Sulzbach-Rosenberg
  • RSL Recycling Solutions Lippetal GmbH
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